Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen
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Geschichte
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Das Sinfonieorchester im Wandel der Zeit

Das Sinfonieorchester im Wandel der Zeit

Das Sinfonieorchester Villingen-Schwenningen kann im Jahr 2012 sein 100-jähriges Bestehen feiern: Am 1. Oktober 1912 hat Martin Oberle den Villinger Orchesterverein gegründet. 35 Aktive – eine reine Männersache – entrichteten einen Obolus von einer Reichsmark, mit vier Münzen jährlich waren in der Gründerzeit die 65 passiven Mitglieder dabei. Die goldenen zwanziger brachten dem Orchester, unterstützt von der Fabrikantenfamilie Brunner-Schwer, eine ungeahnte Blüte als Kurorchester. Die dreißiger Jahre brachten viel Unruhe, in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit war kaum Geld und Verständnis für die Kultur da. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reichs wurde der Geldhahn wieder zugedreht, der Krieg hatte die Gruppe der Aktiven zudem auf zehn Musiker schrumpfen lassen. 1952 tauchte wieder der Name eines Oberle auf, diesmal der des Sohnes. Claus Oberle brachte das Orchester auf Erfolgskurs. Er etablierte die Kienzle-Werkskonzerte und die Kreuzgang-Konzerte im alten Franziskaner. Auch der Name wurde geändert –ein Kammerorchester bildeten die Musiker mittlerweile. 1979 wurde der damalige Kulturamtsleiter Dr. Walter Eichner Geschäftsführer des Orchesters, auch seine Nachfolger führten die Geschäfte des Kammerorchesters, das sich inzwischen zu einem Sinfonieorchester gemausert hatte. An der Spitze des Vereins löste im Jahr 2000 der bekannte Villinger Unternehmer Christoph Hess den langjährigen Vorsitzenden Theo Kühn ab. Theo Kühn wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

2001 wurde die Geschäftsführung aus dem Kulturamt herausgelöst und eine eigene Geschäftsführerin, Claudia Hoffmann, angestellt.

Claus Oberle übergab den Dirigentenstab 1990 nach 38 Jahren an Jörg Iwer, der den guten Ruf des Orchesters kontinuierlich weiter ausbaute. Aus fünf Gastdirigenten wählten die Musiker Ende 2002 seinen Nachfolger: Massimiliano Matesic, der bis 2006 die musikalischen Geschicke des Orchesters in seinen Händen hatte. Nach zwei Jahren, in denen das Orchester mit Gastdirigenten arbeitete, ist seit 2009 Jörg Iwer wieder an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt.

 
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